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Denkmaldorf
Umgebindehäuser, oft mit Fachwerkaufbauten sowie Nebengelasse größerer Höfe in Massiv- oder Holzbauweise prägen nachhaltig das Bild der Oberlausitz einschließlich der angrenzenden Regionen. Zahllose vorbildliche denkmalgerechter Sanierungen, von kleinen Maßnahmen der Gebäudeunterhaltung bis hin zur Rettung fast aufgegebener Häuser zeugen von einer kleinen Erfolgsgeschichte dieses einzigartigen Kulturerbes in den vergangenen Jahren.

Auch wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten einen kleinen Beitrag dazu leisten und uns vor allem bei der Erhaltung abrissbedrohter Häuser, egal aus welchen Gründen, arrangieren.

Auch wenn das Herauslösen eines denkmalgeschützten Gebäudes aus seinem gewachsenen dörflichen Zusammenhang für die Erhaltung nur der letzten Weg sein kann, haben wir eben diesen eingeschlagen und wollen in unserer Einrichtung ein kleines „Denkmaldorf“ errichten und so zwei bis drei Gebäuden wieder eine Zukunft geben.

Begonnen haben wir mit einer vom Verfall bedrohten Fachwerkscheune aus der Gemeinde Rietschen im Niederschlesischen Oberlausitzkreis.
Hier eine kurze Darstellung des Projekts:
1999 Erwerb des Gebäudes mit dem Anliegen der Umsetzung
im Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
• Bestandsaufnahme und Dokumentation
• fachgerechte Demontage, Zwischenlagerung
2003 Bauantrag und -genehmigung für 2004
2004
Gründungsarbeiten Aufarbeitung der Hölzer bzw. Ersatz mit Altholz Wiederaufbau im Rohbau
2005
Dacheindeckung mit Handstrichbibersteinen Fußbodenaufbau mit Ziegelpflaster Ausfachung mit Lehmsteinen, Stakenwickel - und Flechtbewurfstechnik
Brettertüren und Tor einbauen Putz mit Kalkputz

Wegegestaltung Holzdachrinnen zuarbeiten

























2007
Das Gebäude dient zu Lehr- und Anschauungszwecken. Es ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Erweiterung unseres Denkmaldorfes
mit dem Aufbau eines kleinen regionaltypischen Oberlausitzer Umgebindehauses.

Dieses Haus wurde im Rahmen der Ausbildung mit Zimmerer Umschülergruppen und
Zimmererlehrlingen unter Anleitung vom Zimmerermeister Herrn Schölzer
vom Herbst 1997 bis Sommer 1998 geplant und hergestellt.

Zur Präsentation eines Standes des BFW Bau Sachsen e.V.
zum "Tag der Sachsen 1989" in Hoyerswerda, zu den Unternehmertagen 1998 in Bautzen
und zu einem Stadtfest in Ebersbach/OL.

Danach diente es zu Ausbildungszwecken auf dem ehemaligen Ausbildungsgelände
auf der K.-Kollwitz- Str. in Bautzen.

Durch die Standortaufgabe der Ausbildungsstätte K.-Kollwitz-Str.
wurde das Umgebindehaus abgebaut und für längere Zeit eingelagert.

Ab dem Frühjahr 2007 wurde es aus dem Dornröschenschlaf erweckt
und für die Erweiterung unseres Denkmaldorfes wurde es nun endgültig
komplett errichtet.

Hier auch einige Bilder vom Wiederaufbau

abgelagerte Teile sortieren
Fundament VorbereitungGiebel wieder zusammenpassen

Umgebinde AufbauAnsicht von Westen

Ansicht von Nord - OstAnsicht von Nord - WestBlick zum Denkmaldorf